Auf diesem Weblog veröffentlichen wir regelmäßig Neuigkeiten zur Kraniofazialen Orthopädie:
- Antworten auf Fragen, wie zum Beispiel: Was ist …?
Oder: Wie entscheide ich bei …?
- Lösungen für Probleme aus der täglichen Praxis, wie zum Beispiel:
Was soll ich tun bei …?
- neue Artikel
- neue Video-Vorträge
Falls sie an diesen Neuigkeiten interessiert sind, können Sie diesen Weblog abonnieren – natürlich kostenlos. Sie werden dann automatisch benachrichtigt, wenn ein neuer Beitrag erscheint. Hier erfahren Sie, wie das geht. Jederzeit können Sie Ihr Abonnement wieder kündigen.
Wir freuen uns über Ihr Interesse.
06. Juni 2013
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wegen der großen Nachfrage haben wir uns entschlossen das Seminar 4 meiner Seminarreihe “Kraniofaziale Orthopädie” auch außerhalb der Seminarreihe anzubieten. Es geht um grundlegende Themen:
- Psychologische Schmerzdiagnostik und -therapie: Hier erfahren Sie, welche Möglichkeiten und Grenzen ein Psychologe bei der Behandlung von Schmerzpatienten hat und was Sie ihm zutrauen dürfen.
- Patientenführung – Handwerk oder Kunst?: Die Patientenführung ist bei schwierigen Patienten mehr als “die halbe Miete” für den Behandlungserfolg. Und Schmerzpatienten sind schwierige Patienten …
Der Seminarleiter Diplom-Psychologe Martin Simmel ist mein Praxispartner in Bad Kötzting und Regensburg. Er führt dieses Seminar seit Jahren im Rahmen der Kraniofazialen Orthopädie durch. Da ich in diesem Jahr keine weitere Seminarreihe anbieten werde, ist dies für heuer die letzte Möglichkeit dieses Seminar zu besuchen.
Bitte informieren Sie sich hier über die Details des Seminars.
Hier können Sie sich anmelden.
Herzliche Grüße
Ihr Erich Wühr
Tags: Patientenführung, psychologische Schmerzdiagnostik, psychologische Schmerztherapie Abgelegt in Seminare | Keine Kommentare »
16. Mai 2013
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
im Rahmen meiner Professur an der Technischen Hochschule Deggendorf habe ich ein Hochschulzertifikat GesundheitsberaterIn entwickelt. Dies ist ein verkürztes Hochschulstudium in neun Wochenendkursen, der die Teilnehmer befähigt, einzelne Menschen und kleine Gruppen bezüglich eines krankheitsvermeidenden und gesundheitsfördernden Lebensstils zu beraten und zu unterrichten. Der Zertifikatslehrgang ist für alle geeignet, die einen medizinischen Dienstleistungsberuf ausüben, also auch Arzt- und Zahnarzthelferinnen oder Krankenschwestern, natürlich auch Physiotherapeuten und Psychologen.
Die Hochschule hat zur Einführung des Lehrgangs eine „unschlagbare“ Teilnahmegebühr ausgeschrieben: Nur € 1000 für den gesamten Lehrgang (neun Kurse).
Der Lehrgang startet Ende Juni. Bitte melden Sie sich gleich an, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Ausführliche Informationen (vor allem die Kurstermine) und die Online-Anmeldung finden Sie im Web: http://www.hdu-deggendorf.de/de/weiterbildung/zertifikate/gesundheitsberater Sie können sich aber auch bei mir per E-Mail melden.
Herzliche Grüße
Ihr Erich Wühr
Tags: Gesundheitsberater, Gesundheitsberatung, Hochschulzertifikat Abgelegt in Seminare | Keine Kommentare »
24. April 2013
Psychogener Schmerz gehört in die Hände eines erfahrenen Psychosomatikers und/oder psychologischen Psychotherapeuten. Im Artikel Differenzialdiagnostik Schmerz haben wir die Kriterien beschrieben, nach denen wir dem Patienten eine Psychotherapie anraten.
Die Vorgehensweisen und Methoden der psychologischen Schmerzdiagnostik und -therapie sind vielfältig. Besonders wirksame Verfahren sind aus unserer Erfahrung
- die hypno-systemische Therapie nach Gunther Schmidt,
- die rational-emotive Therapie nach Albert Ellis und
- andere kognitive Verhaltenstherapien wie die Schematherapie.
Daneben mag es noch andere wirksame Psychotherapieverfahren geben, mit denen wir aber keine Erfahrung haben.
Herzliche Grüße
Ihr Erich Wühr
Tags: Differenzialdiagnostik Schmerz, psychogener Schmerz, psychologische Schmerzdiagnostik, psychologische Schmerztherapie, Psychosomatik, Psychotherapie Abgelegt in Psychologie, Schmerz | Keine Kommentare »
03. April 2013
Die Schmerzmedizin beschäftigt sich mit der Erforschung, Diagnostik und Therapie nozizeptiver, neuropathischer und psychogener Schmerzzustände. Ärzte – meist Neurologen oder Anästhesisten – können durch entsprechende Fortbildung die Zusatzbezeichnung Schmerzmedizin erwerben.
Die therapeutischen Möglichkeiten der Schmerzmedizin sind vielfältig: Sie reichen von medikamentöser Therapie bis zur Akupunktur und psychologischen Schmerztherapie. Eine Schmerztherapie wird in der Regel multimodal durchgeführt, das heißt: Mehrere geeignete Verfahren kommen gleichzeitig zur Anwendung.
Vertiefende Informationen erhalten Sie auf der Website der Deutschen Akademie für Ganzheitliche Schmerztherapie e.V. (DAGST).
Ein sehr empfehlenswertes Buch für Zahnärzte und Kieferorthopäden ist das Buch: Okeson JP (2005). Bell’s Orofacial Pains. 6th Edition. Chicago: Quintessenz – allerdings in englischer Sprache. Ein empfehlenswertes allgemeines Lehrbuch ist: Bernateck M et al (2012). Schmerzmedizin – 1000 Fragen. Stuttgart: Thieme
Wir schicken vor allem Patienten mit neuropathischen Schmerzen zum Schmerzmediziner. Wir erkennen diese Patienten an folgenden Kriertien:
- Anamnestisch liegen eine Verletzung, eine Stoffwechselerkrankung (z.B. Diabetes), eine virale Erkrankung (z.B. Herpes zoster) oder eine degenerative Nervenerkrankung (z.B. Multiple Sklerose) vor.
- Klinisch berichtet der Patient über Missempfindungen wie Brennen, Kribbeln oder Parästhesien.
Vorsicht: Bei diesen Patienten finden wir natürlich “CMD” (Craniomandibuläre Dysfunktionen) – aber wir sind nicht zuständig. Eine CMD-Behandlung ist nicht angezeigt.
Herzliche Grüße
Ihr Erich Wühr
Tags: chronischer nozizeptiver Schmerz, Differenzialdiagnostik Schmerz, neuropathischer Schmerz, psychogener Schmerz, Schmerzemediziner, Schmerzmedizin, Schmerztherapie Abgelegt in Schmerz | Keine Kommentare »
13. März 2013
Ja, leider! Der Begriff “CMD” ist in aller Munde. Nicht nur bei Zahnärzten und Kieferorthopäden, auch bei Physiotherapeuten, Osteopathen und Ärzten, sogar Patienten verwenden diesen Begriff: “Ich habe CMD!”
Die Abkürzung “CMD” steht für “Craniomandibuläre Dysfunktionen”, ursprünglich im Amerikanischen für “craniomandibular disorders”, und um das “D” in der Abkürzung beizubehalten hat man aus “disorders” im Deutschen “Dysfunktionen” gemacht. Nebenbei bemerkt: “disorders” meint natürlich auch Formstörungen.
Aber: Dysfunktionen (und Formstörungen) sind Befunde und keine Erkrankungen! Und Befunde sind nicht automatisch behandlungswürdig: Form- und Funktionsstörungen finden wir in jedem Kauorgan. Es gibt kein strukturell und funktionell perfektes Kauorgan. Und damit sind wir bei einem echten Problem der täglichen (und weltweiten) Praxis der so genannten “CMD-Behandlungen”: Muskel- und Gelenkschmerzen (auch Kiefergelenk- und Kaumuskelschmerzen) können nozizeptiv, neuropathisch und/oder psychogen (somatoform) sein. Bei neuropathischem und psychogenen Schmerzen sind Schmerzmediziner (Neurologen, Anästhesisten) bzw. Psychotherapeuten und Psychosomatiker zuständig und nicht wir Zahnärzte und Kieferorthopäden. Auch wenn wir bei diesen Patienten CMD finden, dürfen wir nicht behandeln, sondern müssen sie der grundlegenden Therapie zuführen.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Verwendung des irreführenden Begriffs “CMD” hat zu vielen falschen und überflüssigen Behandlungen geführt und tut es noch. Ich appelliere deshalb an Sie: Verwenden Sie nicht mehr den Begriff “CMD”! Nennen Sie das Kind bei seinem richtigen Namen: Wir behandeln myofasziale Schmerzen oder Muskel- und Gelenkschmerzen innerhalb und außerhalb des Kausystems! Und unterscheiden Sie entsprechend der modernen Neurophysiologie des Schmerzes zwischen nozizeptiven, neuropathischen und psychogenen Schmerzen. Bei neuropathischen und psychogenen Schmerzen sind wir Zahnärzte und Kieferorthopäden nicht zuständig – und wenn noch soviele “CMD” vorliegen …
Ich darf Sie an meine Weblog-Posts erinnern:
Herzliche Grüße
Ihr Erich Wühr
Tags: chronischer nozizeptiver Schmerz, CMD, craniomandibular disorders, Craniomandibuläre Dysfunktionen, Differenzialdiagnostik Schmerz, Muskel- und Gelenkschmerzen, myofasziale Schmerzen, neuropathischer Schmerz, psychogener Schmerz Abgelegt in Allgemein | Keine Kommentare »
11. März 2013
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
heute darf ich Sie auf ein besonderes Seminar aufmerksam machen: Die Deutsche Akademie für Ganzheitliche Schmerztherapie (DAGST) veranstaltet im Juni ein Seminar in Berlin für Zahnärzte. Es geht um die Diagnostik, Prophylaxe und Therapie von Schmerzen unter ganzheitlichen Gesichtspunkten. Die Referenten sind Alexander Philipp (Anästhesist, spezielle Schmerztherapie, Akupunktur und Naturheilverfahren) und Hardy Gaus (Zahnarzt, Akupunktur, TCM und Naturheilverfahren). Diese Namen garantieren für praxisnahe und erfolgreiche Konzepte und Methoden in der Schmerz-Zahnmedizin.
Hier können Sie sich vertiefende Informationen zum Seminar herunterladen.
Viel Erfolg und herzliche Grüße
Ihr Erich Wühr
Tags: Schmerz, Schmerz-Zahnmedizin, Schmerzmanagement Abgelegt in Schmerz, Seminare | Keine Kommentare »
20. Februar 2013
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
die positiven Erfahrungen der täglichen Praxis zeigen uns, dass Form und Funktion des Kausystems eng mit der Funktion der Augenmuskeln zusammenhängen. Deshalb müssen wir in unserem interdisziplinären Konzept intensiv mit Optometristen zusammenarbeiten – sowohl in der Kieferorthopädie als auch bei der Diagnostik und Therapie von myofaszialen Schmerzen:
Bei anamnestischen Hinweisen auf Winkelfehlsichtigkeit führen wir Screening-Tests der Augenmuskelfunktionen durch, die wir gegebenenfalls durch einen Van-Orden-Stern-Test mit dem mac-O-scope vertiefen. Nach der Beseitigung von Form- und Funktionsstörungen im Kausystem wiederholen wir die Messungen und lösen, falls notwendig, vertiefende Untersuchungen und Behandlungen beim Optometristen aus.
Mit der folgenden Linkliste zu vertiefenden Informationen im Web schließen wir unsere Weblogserie zur Optometrie ab:
www.wvao.org
Wissenschaftliche Vereinigung für Augenoptik und Optometrie
www.ivbv.org
Internationale Vereinigung für binokulare Vollkorrektur
www.visual-training.info
Ein verhaltensorientiertes Sehtraining zur Verbesserung der Sehkraft, der visuellen Ausdauer und damit der allgemeinen Leistungsfähigkeit.
www.winkelfehlsichtigkeit.de
Dr. Uwe Wulff, Augenarzt und Augenoptiker
www.optometrieonline.de
Portal von Optometristen, die ständigen Austausch und Fortbildung pflegen
www.fehlsichtige-kinder.de
Selbsthilfegruppe in Bayern von Eltern betroffener Kinder
www.selbsthilfegruppe-winkelfehlsichtigkeit.de
Selbsthilfegruppe in Baden-Württemberg von Eltern betroffener Kinder
www.familie-staerken.de
Informationen zum Thema ADS, AD(H)S
Herzliche Grüße und viel Erfolg
Ihr Erich Wühr
Tags: Augenmuskelfunktionen, Augenmuskeln, Dysphorie, Optometrie, Winkelfehlsichtigkeit Abgelegt in Augenmuskelfunktion | Keine Kommentare »
30. Januar 2013
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
Augenmuskeln sind Skelettmuskeln. Sie sind deshalb durch die gleichen Belastungen betroffen wie andere Skelettmuskeln; sie zeigen die gleichen pathohistochemischen Prozesse und sind mit den gleichen Methoden therapierbar. Das bedeutet auch, dass sie durch Übungen positiv zu beeinflussen sind. Wichtig ist, vor einem Visualtraining die vorliegenden Belastungen zu identifizieren und zu vermeiden.
Beispielhaft hier das Vorgehen, das der Optometrist Josef Thiel auf seiner Website www.sehen-sie-selbst.com beschreibt:
1. Zuerst wird eine visuelle Analyse nach dem OEP 21 Punkte Messprogramm, zusammen mit einer Vielzahl von Funktionsteste rund ums Auge vorgenommen. Bei dieser Messung werden die Leistungsgrenzen des Augenpaares ausgelotet.
2. Bei Kindern werden zusätzliche Tests z.B. über Lesefähigkeit und Bodyknowledge (Körpergefühl) durchgeführt.
3. Nach der Auswertung wird das Trainings-Programm individuell nach den geforderten Sehaufgaben zusammengestellt.
4. Ein Training beinhaltet je nach visuellem Problem 10-15 Trainingseinheiten im Optometrischen Zentrum Lindau, um das gelernte zu vertiefen und ins tägliche Leben einfügen.
5. Die tägliche Übungseinheit zuhause dauert ca. 20 Minuten, um den Erfolg des Trainings zu gewährleisten. Das benötigte Trainingsmaterial erhalten Sie bei uns.
6. Nach 14 Tagen (Übungseinheiten) treffen wir uns wieder im Optometrischen Zentrum und üben gemeinsam neue Teile des Trainings-Programms. Zeitaufwand ca. 45 Min.
7. Oft sind diese visuellen Probleme nach 6 Monaten trainieren nicht völlig integriert und können nach einer Pause von ca. 3-4 Monaten weiter vertieft werden.
8. Ein jährlicher Check beim Funktionaloptometristen ist empfehlenswert.
Optometristen, die Visualtraining anbieten, finden Sie auf der Webseite ihres Verbands: www.wvao.org Für weitere Informationen googeln Sie “Visualtraining” …
Mit dem nächsten Post werden wir unsere Serie zur Optometrie mit einer Linkliste zu vertiefenden Informationen im Web abschließen.
Herzliche Grüße
Ihr Erich Wühr
Tags: Augenmuskelfunktionen, Augenmuskeln, belastende Lebensbedingungen, Dysphorie, Optometrie, Visualtraining, Winkelfehlsichtigkeit Abgelegt in Augenmuskelfunktion | Keine Kommentare »
29. Januar 2013
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich darf Sie heute auf mein Seminar Kraniofaziale Orthopädie am 22. und 23. Februar in Bad Kötzting hinweisen. Es ist ein interdisziplinäres Seminar und richtet sich nicht nur an Zahnärzte und Kieferorthopäden, sondern auch an Physiotherapeuten und Osteopathen, Orthopäden, Psychologen und alle anderen Ärzte; Heilpraktiker und Therapeuten, die mit uns zusammen Patienten mit Muskel- und Gelenkschmerzen innerhalb und außerhalb des Kausystems behandeln wollen.
Hier können Sie die ausführliche Beschreibung des Seminars und ein Anmeldeformular herunterladen:
Ich freue mich, wenn wir uns im Februar in Bad Kötzting treffen werden. Rufen Sie mich an, wenn Sie Fragen zum Seminar haben: 09941-1706
Herzliche Grüße
Ihr Erich Wühr
Tags: Kraniofaziale Orthopädie, Muskel- und Gelenkschmerzen Abgelegt in Seminare | Keine Kommentare »
09. Januar 2013
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
unter den Optometristen herrscht Uneinigkeit: Die Einen bestreiten, dass es möglich ist, durch Übungen Winkelfehlsichtigkeiten zu verbessern. Sie halten Sehhilfen und chirurgische Interventionen für die einzigen Möglichkeiten. Die Anderen versuchen, die Winkelfehlsichtigkeit vordergründig durch Behandlungen und Visualtraining zu verbessern. Ich schließe mich der zweiten Gruppe an: Augenmuskeln sind Skelettmuskeln. Sie sind deshalb durch die gleichen Belastungen betroffen wie andere Skelettmuskeln; sie zeigen die gleichen pathohistochemischen Prozesse und sind mit den gleichen Methoden therapierbar.
Wie immer in der Systemischen Medizin müssen wir zunächst belastende Lebensbedingungen identifizieren und eliminieren: mechanische, chemische, psychische und physiologisch-physikalische Belastungen kommen in Frage. Im Vordergrund stehen dabei erfahrungsgemäß psycho-emotionale Belastungen und die hohen mechanischen Kräfte beim Bruxismus.
Die Eliminierung der hohen Kräfte beim nächtlichen Zähneknirschen geschieht natürlich mit einer Jig-Schiene. Das damit immer verbundene Stresstraining sorgt für psycho-emotionale Entlastung. Auch kieferorthopädische Behandlungen wirken sich durch Verbesserung von Form und Funktion des Kausystem entlastend auf die Augenmuskelfunktionen aus. Ich erinnere Sie an das Fallbeispiel “Distalokklusion und AdvanSync” im letzten Post vor Weihnachten.
Zur Extension von Mikrokontrakturen (chronische Entzündungen) in den Augenmuskeln setzen wir physiotherapeutische Verfahren ein. Unser Mittel der Wahl ist dabei die Matrix-Rhythmus-Therapie. Auch mit Akupunktur können wir die Form und Funktion der Augenmuskeln verbessern.
Natürlich sind die Augenmuskeln Teil des Fasziensystems: Sie stehen in enger funktioneller und struktureller Verbindung mit der duralen Faszienschicht, weil die Augenhöhle durch wichtige Knochen des Schädelgefüges gebildet wird. Ebenso gibt es enge funktionelle Beziehungen zum muskuloskelettalen Teil des Fasziensystems, vor allem zur Halswirbelsäule: Die Bewegungen des Kopfes durch die Hals- und Nackenmuskeln sind funktionell eng mit dem Sehen verbunden. Dies gilt vor allem in Bezug auf den Musculus sternocleidomastoideus. So finden wir nach Schleudertraumata häufig auch Fehlfunktionen der Augenmuskeln. Aus allen diesen Gründen sind osteopathische Behandlungen bei Winkelfehlsichtigkeiten sehr sinnvoll und erfolgversprechend.
Schließlich weise ich nochmal darauf hin, dass ich das Visualtraining bezüglich seiner Wirksamkeit bei Winkelfehlsichtigkeiten sehr hoch einschätze. Allerdings ist es erst dann sinnvoll, wenn individuell vorliegende Belastungen identifiziert und eliminiert sind.
Das Visualtraining ist Thema in unserem nächsten Post.
Bis dahin alles Gute und ein erfolgreiches Neues Jahr
Ihr Erich Wühr
Tags: Akupunktur, Augenmuskelfunktionen, Augenmuskeln, belastende Lebensbedingungen, Bruxismus, Dysphorie, Jig-Schiene, Knirschen und Pressen, Matrix-Rhythmus-Therapie, Optometrie, Osteopathie, Physiotherapie, Stress-Management-Training, Visualtraining, Winkelfehlsichtigkeit Abgelegt in Allgemein | Keine Kommentare »
© Dr. med. dent. Erich Wühr | Müllerstraße 7 | 93444 Bad Kötzting | Tel.:09941-1706
Startseite | Kontakt | Impressum
E-Mail: Dr. med. dent. Erich Wühr - ewuehr@zahnarztrpraxis-dr-wuehr.de E-Mail: Dr. med. dent. Wolfgang Funk - wfunk@zahnarztpraxis-dr-wuehr.de
Artikel (RSS) und Kommentare (RSS).
|
|