Archiv für Februar 2011

Dental Tribune (Deutsche Ausgabe, Februar 2011): Artikel zur Kraniofazialen Orthopädie

Sonntag, 27. Februar 2011

Wenn das Kausystem aus den Fugen gerät: Therapie von Form- und Funktionsstörungen mittels Jig-Schiene

von Erich Wühr

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Was ist myofaszialer Schmerz?

Sonntag, 20. Februar 2011

Der myofasziale Schmerz ist ein nozizeptiver Schmerz im Bindegewebe des muskuloskelettalen Systems – also der oberflächlichen Schicht des Fasziensystems.

Klinisch stellt sich der myofasziale Schmerz als spontanschmerzhafte Muskelverhärtung bzw. Mikrokontraktur eines Muskels dar, die sich bei Druck entweder verschlimmert oder verbessert. Eine solche Muskelverhärtung (manchmal auch Myogelose genannt) wird als myofaszialer Triggerpunkt bezeichnet. Jeder Triggerpunkt hat seine eigene Schmerztopografie von ausstrahlenden oder projizierten Muskel- und Gelenkschmerzen. Deshalb können wir anhand der vom Patienten angezeigten Schmerzlokalisation die infrage kommenden Schmerztopografien und damit die infrage kommenden Muskeln identifizieren. Diese Schmerztopografien sind in den Bücher und auf der Wandtafel von Travell und Simons beschrieben.

Durch Palpation dieser Muskeln können wir dann die myofaszialen Triggerpunkte auffinden und symptomatisch behandeln. Zum Beispiel mit Akupunktur, Neuraltherapie oder manuellen Techniken. In unserer Praxis hat sich die Matrix-Rhythmus-Therapie nach Dr. Ulrich Randoll  als die wirkungsvollste Therapie zur Behandlung von myofaszialen Triggerpunkten erwiesen.

Pathohistologisch gesehen ist der myofasziale Troggerpunkt eine chronische Entzündung im Bindegewebe des betroffenen Muskels mit Azidose, Mikrozirkulationsstörung und Stoffwechselstarre. Von grundlegender Bedeutung ist deshalb die Frage, durch welche belastenden Lebensbedingungen diese chronische Entzündung entstanden ist. Vier Kategorien von belastenden Lebensbedingungen kommen infrage: Mechanische, (bio-)chemische, psychische und physiologische  Belastungen. Diese Belastungen müssen anamnestisch und durch Untersuchungen aufgefunden werden. Nur wenn die Belastungen dauerhaft eliminiert werden, können die Schmerzen nachhaltig gelindert werden. Weil die meisten und wichtigsten Belastungen durch den Lebensstil des Patienten selbst verursacht sind, ist die Eigeninititaive des Patienten gefordert und unbedingt notwendig zur erfolgreichen Behandlung von myofaszialen Schmerzen.

Faszien-Seminar mit Professor Breul!

Freitag, 18. Februar 2011

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

seit mehreren Jahren empfehle ich die Seminare von Professor Breul vom Anatomischen Institut der LMU München. Ich tue dies gerne, weil sein anatomisch-funktionelles Wissen um die Faszienvernetzungen des Kausystem jeden von uns deutlich weiterbringt und eigentlich ein MUSS ist. Professor Breul in ein wirklicher Glücksfall für alle systemisch denkenden und handelnden Zahnärzte und Kieferorthopäden, Physiotherapeuten und Osteopathen …

Die Ausschreibung des Seminars können Sie sich hier herunterladen …

Ich wünsche Ihnen allen viel Erfolg und schicke herzliche Grüße

Ihr Erich Wühr