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Bildgebende Form- und Funktionsanalyse

Mittwoch, 02. November 2011

Als bildgebende Verfahren der Form- und Funktionsanalyse des Kiefergelenks kommen infrage:

  • Orthopantomogramm (mit speziellen Schichtprogrammen)
  • Transkranielle Röntgenaufnahmen, zum Beispiel nach Schüller
  • Tomografien, vor allem Computertomografie
  • Magnetresonanztomografie, einschließlich dynamischer Magnetresonanztomografie

Die bildgebenden Verfahren sind in erster Linie Verfahren der Formanalyse des Kiefergelenks. Nur die dynamische Magnetresonanztomografie kann der Funktionsanalyse dienen. Die Bedeutung der bildgebenden Verfahren wird vielerorts überschätzt. Der Erkenntnisgewinn aus diesen Verfahren und somit ihre Bedeutung für therapeutische Entscheidungen sind in der Regel gering, und so halten wir es nicht für gerechtfertigt, bildgebende Verfahren routinemäßig als Primärdiagnostik einzusetzen. Zumal diese Verfahren oft teuer und, im Falle der Computertomografie, auch mit Strahlenbelastungen behaftet sind: Ihre Kosten-Nutzen-Relation ist meist ebenso ungünstig wie ihre Belastung-Nutzen-Relation.

Wir erachten bildgebende Verfahren zur Formanalyse des Kiefergelenks nur als indiziert zur Differenzialdiagnostik bei Verdacht auf Tumoren und bei Traumata.

Wieder können wir für vertiefende Informationen zu diesem Thema das hervorragende Buch von Bumann und Lotzmann empfehlen: Funktionsdiagnostik und Therapieprinzipien. Farbatlanten der Zahnmedizin 12. Stuttgart: Thieme 2000

Herzliche Grüße
Ihr Erich Wühr