Mit ‘irritierende Lebensbedingungen’ getaggte Artikel

Fortsetzung 2 von 4: Video-Vorträge zu Muskel- und Gelenkschmerzen

Dienstag, 19. April 2011

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

vor zwei Wochen habe ich begonnen Ihnen meine Vorträge anlässlich des 6. Netzwerkkongresses in München in 2007 hier in unserem Weblog zugänglich machen. Wir haben mit dem Interview von Medizin-tv und meiner Einführung begonnen und mit den den drei wichtigsten theoretischen Erkenntnissen und den praktischen Konsequenzen daraus
fortgesetzt.

Heute nun: Die drei wichtigsten Erkenntnisse bzw. Methoden der Befunderhebung
Hier klicken, um den Vortrag herunterzuladen …

Meine drei wichtigsten Erkenntnisse bzw. Methoden der Befunderhebung sind:

1. „Der chronische Schmerz lügt!“

2. Die Erhebung von Belastungen, Befunden und Symptomen muss im ganzen System und in seinem Umfeld erfolgen.

3. Dies ist nur in einem interdisziplinären Netzwerk möglich.

In den nächsten Wochen werden folgen:

Die drei wichtigsten Erkenntnisse bzw. Methoden der Therapie
Die drei wichtigsten Erkenntnisse bzw. Methoden der Patientenführung

Ich freue mich über Ihr Interesse.
Herzliche Grüße

Erich Wühr

Fortsetzung 1 von 4: Video-Vorträge zu Muskel- und Gelenkschmerzen

Dienstag, 12. April 2011

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

letzte Woche habe ich begonnen Ihnen meine Vorträge anlässlich des 6. Netzwerkkongresses in München in 2007 hier in unserem Weblog zugänglich machen. Wir haben mit dem Interview von Medizin-tv und meiner Einführung begonnen.

Heute nun: Die drei wichtigsten theoretischen Erkenntnisse und die praktischen Konsequenzen daraus
Hier klicken, um den Vortrag anzusehen …

Meine drei wichtigsten theoretischen Erkenntnisse und die praktischen Konsequenzen daraus sind:

1. Bei chronischen Erkrankungen besteht die Notwendigkeit systemischen (interdisziplinären) Denkens, Entscheidens und Handelns

2. Chronische Erkrankungen sind nicht „monokausal“ verursacht. Vielmehr liegen individuell vielfältige mechanische, chemische, psychische und physiologische/physikalische Belastungen vor.

3. Der Patient versteht dies sofort mit Hilfe der „Rucksack“-Metapher. Er versteht auch, dass er selbst „seinen Rucksack gefüllt“ hat.

In den nächsten Wochen werden folgen:

Die drei wichtigsten Erkenntnisse bzw. Methoden der Befunderhebung
Die drei wichtigsten Erkenntnisse bzw. Methoden der Therapie
Die drei wichtigsten Erkenntnisse bzw. Methoden der Patientenführung

Ich freue mich über Ihr Interesse.
Herzliche Grüße

Erich Wühr

Was ist nozizeptiver Schmerz?

Donnerstag, 09. Dezember 2010

Beim nozizeptiven Schmerz unterscheiden wir zwischen akuten und chronischen nozizeptiven Schmerzen:

  • Akuter Schmerz entsteht aufgrund einer episodischen Gewebeschädigung durch eine Noxe (= Schmerzreiz) und der entsprechenden Reizung der Nozizeptoren des verletzten Bindegewebsbereichs. Dieser Schmerz ist ein Warnsignal für das betroffene Individuum und damit funktionell sinnvoll und lebenserhaltend. Akute nozizeptive Schmerzen im Kraniomandibulären System können wir als Zahnärzte und Kieferorthopäden lokal behandeln, indem wir die Noxe eliminieren (sofern sie uns noch zugänglich ist) und die lokale Form und Funktion wieder herstellen bzw. deren selbstregulatorische Regeneration fördern.
  • Der chronische Schmerz entsteht nicht aufgrund einer einzigen akuten Belastung, sondern aufgrund vielfältiger belastender Lebensbedingungen, die sich im Laufe eines Lebens ansammeln und schließlich nicht mehr adaptiert und kompensiert werden können. Der chronische Schmerz ist dysfunktionell und wird zur eigenständigen Erkrankung mit dauerhafter Einschränkung der Lebensqualität des betroffenen Menschen. Den chronisch nozizeptiven Schmerz können wir als Zahnärzte und Kieferorthopäden in unserem interdisziplinären Netzwerk zusammen mit anderen Ärzten und Therapeuten behandeln. Wir sind dabei für die Eliminierung belastender Lebensbedingungen  aus dem Kraniomandibulären System (vor allem Bruxismus) und der Wiederherstellung von Form und Funktion des Kraniomandibulären Systems zuständig.

Pathohistochemisch gesehen ist nozizeptiver Schmerz eine akute bzw. chronische Entzündung im Bindegewebe aufgrund physikalischer, chemischer und neurogener bzw. physiologischer Noxen, die die Nozizeptoren (Schmerzrezeptoren) reizen. Diese Reize werden über periphere Nerven an das zentrale Nervensystem weitergeleitet, wo der betroffene Mensch sie emotiv und kognitiv als schmerzhaft erlebt.