Was ist Kiefer-ORTHOPÄDIE?

Kiefer-ORTHOPÄDIE ist ein Synonym für Kraniofaziale Orthopädie – aus der Sicht einer Kieferorthopädin [oder eines Kieferorthopäden].

Die klassische Kieferorthopädie behandelt nahezu ausschließlich Kinder und Jugendliche mit Zahnfehlstellungen und Kieferanomalien (Dysgnathien) und einige wenige Erwachsene mit ästhetischen Anliegen. Damit ist sie in den letzten Jahren in den Rechtfertigungsnotstand gekommen, eigentlich keine medizinische Teildisziplin zu sein: Kritiker behaupten, kieferorthopädische Behandlungen seien medizinisch nicht notwendig; sie seien lediglich kosmetische Maßnahmen und Verschwendung von Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung.

In der Kiefer-ORTHOPÄDIE bzw. Kraniofazialen Orthopädie werden Patienten mit Muskel- und Gelenkschmerzen innerhalb und außerhalb des Kausystems behandelt. Dies sind echte medizinische Indikationen, die zudem die Volkswirtschaft enorm belasten. Diese Patienten werden von der klassischen Kieferorthopädie bisher weitgehend vernachlässigt: Eine Chance der Weiterentwicklung des Fachs für jede einzelne, medizinisch denkende Kieferorthopädin und für die universitäre sowie für die praktische Kieferorthopädie insgesamt. Kiefer-ORTHOPÄDIE ist eine Teildisziplin der Medizin.

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